logo

Die Konzerte beginnen um 20.00 Uhr in der Aula des Sekundarschulhauses Langnau und dauern bis etwa 21.45 Uhr

Datum / Künstler
Konzert  Weitere Informationen

Donnerstag
19. Oktober 2017

Beat Anderwert, Oboe
Pablo Barragán, Klarinette
Axel Springer, Fagott
Clément Charpentier-Leroy, Horn
Maki Wiederkehr, Klavier

Klavierquintett

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette,
Horn und Fagott G-Dur KV 452 (Wien, 1784)
1. Largo – Allegro moderato 2. Larghetto 3. Allegretto

Witold Lutoslawski (1913-1994)

Dance Preludes (1954)
Allegro molto – Andantino – Allegro giocoso – Andante – Allegro molto

Ludwig van Beethoven (1770-1827)

Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott op. 16 (Wien, 1797)
1. Grave – Allegro ma non troppo 2. Andante cantabile 3. Rondo. Allegro ma non troppo

Verantwortlich für die Programmierung dieses Konzertes und das Zusammenstellen des Ensembles war Maki Wiederkehr. Einst Studienkollegin von Annette Unternährer, ist sie heute Konzertpianistin, ausgezeichnet mit zahlreichen ersten Preisen in der Schweiz und im Ausland. Die Mitglieder des Bläserensembles stammen aus der Schweiz, Spanien, Deutschland und Frankreich. Beat Anderwert, Solooboist im Orchestre de Chambre de Lausanne, war im Mai 2012 schon bei uns zu Gast.
Das Es-Dur Bläserquintett komponierte Mozart in einer der produktivsten Phasen seines Lebens. Die Uraufführung des Quintetts fand in der damaligen Wiener Hofoper statt und erhielt ausserordentlichen Beifall. Mozart schrieb seinem Vater: „Ich selbst halte es für das beste was ich noch in meinem Leben geschrieben habe.“ Inspiriert wurde es von den zuvor komponierten grossen Klavierkonzerten, in welchen Mozart das Zusammenklingen von Bläsern und Klavier neu erprobt hatte.
Zwölf Jahre später schrieb Beethoven sein Quintett Es-Dur op. 16. Es wurde seit jeher in enger Verbindung mit Mozart gesehen. So schrieb Carl Reinecke 1903 über Beethoven: „Wenn der jüngere Meister im Quintett den Mozartschen Spuren mit Bewusstsein folgt, so sucht er dies in keiner Weise zu verbergen, sondern er wählt lauter Motive, welche überall auf populär gewordene Melodien von Mozart hinweisen, gleichsam als wolle er der Welt zeigen, dass er die geistige Erbschaft Mozarts angetreten habe.“
Als Abwechslung zu der grossen Bläser-Besetzung erklingen Witold Lutoslawskis „Dance Preludes“ für Klarinette und Klavier: Fünf Miniaturen in folkloristischer Art, welche uns an Bela Bartóks Rumänische Volkstänze erinnern. 

Donnerstag
7. Dezember 2017

Yves Sandoz, Violoncello
Marlis Walter, Klavier

Cello und Klavier

Ludwig van Beethoven (1770-1827)

Sonate g-Moll op.5 Nr.2 für Klavier und
Violoncello (1796)

1. Adagio sostenuto ed espressivo – Allegro molto più tosto presto 2. Rondo. Allegro

Claude Debussy (1861-1918)

Sonate d-Moll für Violoncello und Klavier (um 1915)
Prologue. Lent, sostenuto et molto risoluto – Sérénade. Modérément animé – Finale. Animé – lento – vivace

Anton von Webern (1883-1945)

drei kleine Stücke für Violoncello und Klavier op.11 (1914)
Mässige Achtel – Sehr bewegt – Äusserst ruhig

Dimitri Schostakowitsch (1906-1975)

Sonate d-Moll op. 40 für Violoncello und Klavier (1934)
Allegro non troppo – Allegro – Largo – Allegro

Marlis Walter wird den meisten KonzertbesucherInnen bekannt sein. Bis 2015 in Kröschenbrunnen wohnhaft, war sie für die dortigen Schulhauskonzerte mitverantwortlich und hat selber viele davon bestritten, auf dem modernen Klavier wie auf dem historischen Hammerklavier. Die nun bei Solothurn lebende Pianistin tritt regelmässig mit dem Cellisten Yves Sandoz auf. Der gebürtige Solothurner ist vor allem als Cellist des Amaryllis Quartetts bekannt und ist u.a. Solocellist der Hamburger Camerata.

Auf dem Programm stehen drei grosse Cellosonaten aus drei Ländern: Deutschland, Frankreich, Russland. Dazwischen erklingen die kleinen Stücke von Anton Webern, welche mit atonalen Klängen Ohr und Sinn erfrischen. Beethovens Cellosonaten op. 5 gehören nach Boccherini zu den ersten in der Musikgeschichte, in welchen Cello und Klavier miteinander konzertieren. Der leidenschaftliche Ton erinnert uns an Beethovens frühe Klavierwerke. Dramatisch und ernsthaft klingt Dimitri Schostakovitschs Cellosonate. Seine Abhängigkeit vom Stalin-Regime drückt er in hämmernden Akkorden und sinnlos repetierten Motiven, seine Lebensfreude jedoch in schönen Kantilenen und impressionistischen Klangflächen aus. Claude Debussy schrieb seine Cellosonate während des 1. Weltkrieges. Er hebt bewusst das Französische hervor und orientiert sich wie seine Zeitgenossen (Ravel: Le Tombeau de Couperin) an der Musik des französischen Barock. So lehnt der erste Satz an die französische Ouverture an. Anton Webern, zeitgleich zu Debussy, orientierte sich am absolut Modernsten: Seine kleinen Stücke für Cello und Klavier sind ausserhalb jeder Tonart, und als Antwort auf die riesigen Werke der Spätromanik extrem kurz: sie dauern alle weniger als eine Minute.

 

Donnerstag
18. Januar 2018

Viviane Chassot

Viviane Chassot, Akkordeon

Domenico Scarlatti (1685-1757)

Sonate K. 274 F-Dur Andante
Sonate K. 490 D-Dur Cantabile
Sonate K. 101 A-Dur Allegro

Jean-Philippe Rameau (1683-1764)

Pièces de Clavecin
Le Rappel des Oiseaux – Les triolets – La Poule

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Aus: Französische Suite Nr. 5, G-Dur
Allemande – Courante – Sarabande - Gigue

Joseph Haydn (1732-1809)

Sonate D-Dur Hob. XVI : 37
Allegro con brio – Largo e sostenuto – Finale: Presto ma non troppo innocentemente

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

Adagio in C für Glasharmonika KV 356

Astor Piazzolla (1921-1992)

Adios Nonino

Enrique Granados (1876-1916)

Danzas Espanolas
II. Andante

Mit ihren Interpretationen auf dem Akkordeon hat Viviane Chassot neue Massstäbe gesetzt. Die in Basel lebende Künstlerin tritt als Solistin und Kammermusikerin weltweit in renommierten Konzerthäusern auf wie Philharmonie Berlin, Gewandhaus Leipzig, Guggenheim Museum New York, Wigmore Hall London, Konzerthaus Wien, Tonhalle Zürich. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Simon Rattle, David Zinman, Riccardo Chailly und Heinz Holliger und ist wiederholt Gast bei internationalen Festivals. Ihre jüngste Einspielung von Joseph Haydns Klavierkonzerten zusammen mit dem Kammerorchester Basel stiess in der Fachpresse auf grosses Echo. Chassot selber sagt zu dieser Einspielung: „Der Reiz besteht darin, vertraute Musik anders und neu zu hören.“ So wollen wir heute den Werken von Scarlatti, Rameau, Bach, Haydn und Mozart ebenso mit offenen Ohren begegnen wie der argentinischen und spanischen Musik von Piazzolla und Granados.

 

 

 

Donnerstag
8. März 2018

Olivier Piguet, Violine
Johannes Burghoff, Violoncello
Maiko Inoue, Klaiver

Trio Mistral

 

Trio Mistral

Clara Schumann (1819-1896)

Trio für Klavier, Violine und Violoncello g-Moll op. 17 (1846)
Allegro moderato – Scherzo. Tempo di Menuetto – Andante – Allegretto

Franz Schubert (1797-1828)

Adagio für Klavier, Violine und Violoncello Es-Dur D 897, „Notturno“

Anton Arensky (1861–1906)

Trio für Klavier, Violine und Violoncello Nr.1, d-moll op. 32
Allegro moderato – Scherzo. Allegro molto – Elegia. Adagio – Finale. Allegro non troppo

Das Trio Mistral wurde 2002 gegründet und konzertiert in Europa, Japan und Südamerika. Es setzt sich zusammen aus dem Schweizer Geiger Olivier Piguet, der japanischen Pianistin Maiko Inoue und dem belgischen Cellisten Johannes Burghoff. Neben ihren zahlreichen Auftritten organisieren sie jährlich das Festival International de Musique in Jodoigne (Belgien), dem sie selber auch als Künstler beiwohnen.
 
Unter den ca. 50 überlieferten Kompositionen von Clara Schumann war das Klaviertrio op. 17 schon zu ihren Lebzeiten das bekannteste. Es ist neben drei Romanzen für Violine und Klavier ihr einziges Kammermusikwerk, und sie erweist sich darin nicht mehr bloss als jugendliche Klaviervirtuosin, sondern als erfahrene Komponistin. Das Fugato im letzten Satz wurde schon damals als „ernst und tüchtig“ beschrieben. Ganz schwerelos und bezaubernd klingt Franz Schuberts „Notturno“. Es wurde vielleicht ursprünglich als Mittelsatz eines Klaviertrios konzipiert, wird aber heute als Einzelwerk aufgeführt. Anton Arensky gehörte zu den prominentesten Figuren des russischen Musiklebens im ausgehenden 19. Jahrhundert. Er war Schüler von Nikolaj Rimsky-Korsakoff, Freund von Tschaikowsky und Lehrer von Rachmaninoff und Skrijabin. Das d-Moll Klaviertrio ist dem 1889 verstorbenen, damals bedeutendsten russischen Cellisten Karl Davidoff gewidmet, und so trägt der Cellopart eine wichtige Rolle. Der dritte Satz, die Elegie, ist ein Trauermarsch, der mit himmlischen Klängen in die Auferstehung des Meistercellisten mündet.

 

Donnerstag
3. Mai 2018

Sabine Stoffer, Barockvioline
Katharina Heutjer, Barockvioline
Daniel Rosin, Barockcello
Sebastian Wienand, Cembalo

Barocke Musik

Arcangelo Corelli (1653-1713)

Trio Sonata op. 1 Nr. 11 in d: Grave – Allegro – Adagio – Allegro
Trio Sonata op. 2 Nr. 6 in g: Allemanda – Largo – Corrente – Allegro – Giga – Allegro

Georg Muffat (1653-1704)

aus: Apparatus musico-organisticus: Passacaglia in g
Auserlesener mit Ernst und Lust gemengter Instrumentalmusik Erste Versamblung: Propitia Sydera: Aria – Gavotta – Grave – Ciacona – Borea

Georg Philipp Telemann (1681-1767)

Sonate Corellisante Nr. 1
Largo – Presto – Dolce – Grave – Allegro

Jean-Marie Leclair (1697-1764)

Sonates à deux violons sans basse op. 3 Nr. 3: Adagio – Vivace – Adagio – Allegro

Ouvertura III, op. 13

 

Das Ensemble um die aus Biglen stammende Barockgeigerin Sabine Stoffer besteht aus jungen Musikern, die allesamt zu führenden Spezialisten der Alten Musik gehören. Sabine Stoffer ist Mitglied des Barockorchesters „Les Passions de l´Ame“ und spielt regelmässig in Rachel Podgers Brecon Baroque. Ausserdem organisiert sie das jährlich stattfindende Festival "Kapellenkonzerte" in Biglen. Katharina Heutjer spielt in Ensembles wie Cantus Cölln, Collegium Vocale Gent, Musica Fiorita und ist Konzertmeisterin des Basler Barockorchesters La Cetra. Sebastian Wienand ist musikalischer Assistent von René Jacobs. Ausserdem zählt das Freiburger Barockorchester zu seinen wichtigsten Partnern, wo er u.a. als Solist in Klavier- und Cembalokonzerten auftritt. Der Berner Daniel Rosin studierte wie Katharina Heutjer und Sebastian Wienand an der Schola Cantorum Basiliensis und ist freischaffender Barockcellist.
Auf dem Programm stehen vier grosse Namen der Barockzeit. Corelli war führender Violinvirtuose in Rom. Seine Werke wurden in nahezu allen europäischen Staaten verlegt und von vielen grossen Komponisten bearbeitet oder imitiert. Georg Muffat lebte in Paris, Wien, Prag, Salzburg, Rom und Passau und galt als Vermittler der unterschiedlichen Nationalstile. Telemann besetzte als Kantor und Musikdirektor der Stadt Hamburg eines der angesehensten musikalischen Ämter Deutschlands. Nach seiner Reise nach Paris erlangte er europäischen Ruhm. Leclair gilt als der französische Corelli. Er nahm Geigenunterricht beim Corelli-Schüler Somis und entwickelte das französische Violinspiel weiter. So enthält seine Musik französische und italienische Elemente.

 

 

Änderungen müssen vorbehalten werden.

Zum Seitenanfang